Meine Pferde führen ein bescheidenes Leben ohne Schnickschnack.

Sie leben naturverbunden inmitten von Bäumen und sind soweit gesund.

Mit Kotwasser, Durchfall und chronischem Husten musste ich mich noch nie so richtig auseinandersetzen.
Bevor ich größere Mengen Heu kaufe, hole ich Probeballen und teste diese auf ihre Inhaltsstoffe.

Wenn mir das Heu im Geruch auffällig erscheint, teste ich es auch auf  Schimmelpilze und Hefen. Auf diese Weise investiere ich durch vorausschauendes Handeln langfristig in die Gesundheit meiner Tiere.

Vorbeugen ist besser als Heilen.

Ich habe meinen Pferden jeweils ihrem Bedarf entsprechend Paddocktrails eingerichtet. Während die beiden Grossen 24 Stunden grasen können, bekommen die beiden Kleinen abgesteckte Grasportionen. 24 Stunden grasen und das das ganze Jahr?

Ich habe auch nicht geglaubt, dass das möglich wäre und dass die Tiere dabei in Form bleiben und nicht trainiert werden müssen. Aber denken wir einmal an die Ursprünglichkeit unserer Pferde....sind es nicht Flechten-Moos- und Grasfresser? Gewiss, und keinesfalls gehen die Pferde in der Natur Heu ernten....und warum klappt es oft nicht und viele sogar bei kleinen Mengen Gras dick oder gar krank werden?

Leider sehen wir heute so gut wie gar keine wilden Wiesen mehr , sondern wunderschöne fast augenkrebserzeugende giftgrüne homogene Flächen, die Saison für Saison neu gesät und bedüngt werden.
Diese fetten Wiesen sind das Problem, warum aus dem Grastier ein Trockenhalmtier wurde. Dabei ist es ja nicht unmöglich aus einer solchen Wiese wieder eine Naturwiese werden zu lassen.
Aber da halten dann wieder die Behörden den Daumen auf die Bauern, und diese wollen natürlich auch weiterhin ihre Prämien kassieren.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass die beiden Großen schon im Rentenalter sind und diesbezüglich auch eine andere Stoffwechselaktivität das viele Grasen  mit ermöglicht. Ein jüngeres Tier könnte durchaus hier auch Probleme bekommen.
Vielleicht nicht sofort, aber langfristig.
Vielleicht habe ich irgendwann die Möglichkeit diesen Versuch zu machen. 

Ich habe diverse nicht erwünschte Pflanzen auf meiner Wiese wachsen, (nichts was der Bauer auf seiner Wiese haben will). Jakobskreuzkraut, Hahnenfuss, Knopfkraut, Nachtschattengewächs, Schwefelkörbchen, aber auch Schafgarbe, Veilchen, Wilde Möhre, Gartenmelde, Johanniskraut oder Phacelia. Sowohl die eine als auch die andere Art hat ihre Daseinsberechtigung und in Symbiose lebend ergeben sie eine ausgeglichene Kultur.

Gesunde Pferde haben gesunde Sinnesorgane. Die giftigen Pflanzen werden nicht angerührt.

Heu steht den Tieren ebenfalls zur Verfügung. Stroh füttere ich nicht.

Die Shettys müssen verschiedene Fressbereiche aufsuchen. Die beiden Großen haben einen Grasrundlauf stets verfügbar und bekommen jeden Tag neues Gras abgesteckt. Die Wiese ist immer offen. 

 

 


 


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